Fliegenbekämpfung
Fragen zu Bayofly® Pour On
- Welcher Wirkstoff ist in Bayofly® Pour On enthalten?
- Wie wirkt Bayofly® Pour On (Wirkmechanismus)?
- Welche Nebenwirkung kann es bei der Anwendung von Bayofly® Pour On geben?
- Bei welchen Rindern sollte Bayofly® Pour On nicht eingesetzt werden? Warum?
- Wird Bayofly® Pour On resorbiert?
- Wie verteilt sich Bayofly® Pour On auf der Körperoberfläche?
- Warum darf Bayofly® Pour On nur auf gesunder Haut angewendet werden?
- Gegen welche Fliegen ist Bayofly® Pour On wirksam?
- Welche Vorteile bringen eine konsequente Fliegenbekämpfung?
- Welche wirtschaftlich relevanten symbovinen stechenden und nichtstechenden Fliegen spielen in Deutschland in den Sommermonaten eine Rolle?
- Welche stechenden Fliegen gibt es? Welche Merkmale charakterisieren sie?
- Welche nicht-stechenden Fliegen gibt es? Welche Merkmale charakterisieren sie?
- Welche Krankheiten können bei Rindern und Milchkühen durch Fliegen übertragen werden?
- Welche drei Schadwirkungen verursachen symbovine Fliegen im Stall und auf der Weide?
- Wie kommt es zu Einbußen in der Mast- und Milchleistung?
- In welcher Dosierung wird Bayofly® Pour On angewendet?
- Warum kann man die Anwendung von Bayofly® Pour On als umweltschonend bezeichnen?
- Ist Bayofly® Pour On bienen- und fischtoxisch?
- Wirkt Bayofly® Pour On auch gegen Haarlinge, Läuse, Milben und Zecken?
- Wie wird Bayofly® Pour On aufgetragen?
- Wie lange ist Bayofly® Pour On wirksam? Wann muss die Behandlung wiederholt werden?
- Wie beeinflussen Regenfälle die Wirksamkeit von Bayofly® Pour On?
- Wie schnell ist Bayofly® Pour On nach der Anwendung wirksam?
- Sind alle Rinder/Kühe auf einer Weide immer gleichstark mit Fliegen befallen?
Fragen und Antworten zu Bayofly® Pour On
Welcher Wirkstoff ist in Bayofly® Pour On enthalten?
Bayofly® Pour On enthält den Wirkstoff Cyfluthrin 1%ig. Cyfluthrin ist ein synthetisches Pyrethroid mit hoher insektizider Wirksamkeit und geringer Warmblütertoxizität.
Wie wirkt Bayofly® Pour On (Wirkmechanismus)?
Bayofly® Pour On ist ein Kontaktinsektizid mit Fraßgifteigenschaften. Die Fliegen nehmen beim Kontakt über die Sinnesorgane und Intersegmentalhäute letale Wirkstoffkonzentrationen auf. Der Wirkstoff Cyfluthrin gehört zur Gruppe der Pyrethroide. Pyrethroide sind chemische Derivate, die sich strukturell von den Pyrethrinen ableiten. Pyrethroide haben kontaktinsektizide und akarizide Wirkung sowie Repellenteigenschaften. Der Wirkort ist das Nervensystem der Insekten. Durch Beeinflussung der Na+-/K+- und Cl--Kanäle in den Zellmembranen der Nervenbahnen kommt es zu einem geänderten Membranpotential und Verzögerung der De- und Repolarisationsvorgänge. Dadurch kommt es zu Störungen der axonalen Erregungsleitungen. Das charakteristische Symptomenbild bei Arthropoden ist durch initiale Erregungszustände gekennzeichnet. Es folgen Koordinationsstörungen (Knock-Down-Effekt) und nach genügend langer Einwirkungszeit Lähmung und Tod (Kill). Die stärker wirksamen Typ-II-Pyrethroide wie Cyfluthrin tragen eine alpha-Cyano-Gruppe im Phenoxybenzylalkohol des Moleküls. Sie bewirken eine sehr lange Öffnung der Natriumkanäle; der Knock-Down-Effekt hält länger an.
Welche Nebenwirkung kann es bei der Anwendung von Bayofly® Pour On geben?
Bayofly® Pour On wird ohne Nebenwirkungen gut vertragen. In Einzelfällen kann es zu kurzzeitigen Unruheerscheinungen kommen. Diese entstehen durch die bei Pyrethroiden bekannten, möglichen Parästhesien. Die Toxizität von Cyfluthrin ist generell für Säugetiere sehr gering. Nach der dermalen Applikation werden keine bis minimale Mengen resorbiert. Wenn Pyrethroide nach oraler Aufnahme resorbiert werden, findet eine Metabolisierung in mindertoxische, nicht antiparasitär wirksame Metaboliten (durch Esterhydrolyse und Oxidation) statt, die im Harn und Faeces ausgeschieden werden. Cyfluthrin wird leicht metabolisiert und als Glucuronid oder Sulfat ausgeschieden. Die orale LD50 bewegt sich im Bereich von 50- 50‘000mg/kg KGW, wobei die dermale Toxizität geringer als die orale Toxizität ist.
Bei welchen Rindern sollte Bayofly® Pour On nicht eingesetzt werden? Warum?
Laut den „Gegenanzeigen“ in der Gebrauchsinformation sollte Bayofly® Pour On nicht bei Kälbern eingesetzt werden. Bei Kälbern ab etwa 100kg KGW und halber Dosierung kann Bayofly® Pour On jedoch problemlos eingesetzt werden. Aber: Off-Label Use, Umwidmung in diesem Fall nicht rechtmäßig!
Wird Bayofly® Pour On resorbiert?
Bayofly® Pour On wird nicht resorbiert. Es verbleibt auf der Haut- und Haaroberfläche.
Wie verteilt sich Bayofly® Pour On auf der Körperoberfläche?
Aufgrund des ausgeprägten Kriecheffektes der Formulierung sowie aktiver Körperbewegung des Tieres kommt es nach Behandlung des Rindes zu einer schnellen dermalen Verteilung auf fast alle Körperregionen. Die Verteilung erfolgt von der Applikationsstelle aus durch Reibung der Haare untereinander im sogenannten Dachschindeleffekt.
Warum darf Bayofly® Pour On nur auf gesunder Haut angewendet werden?
Großflächige Hautläsionen ermöglichen die Resorption größerer Pyrethroidmengen, so dass dann mit Vergiftungssymptomen (Übererregbarkeit, Krämpfe, Tremor, Hypersalivation) zu rechnen ist. Des Weiteren haben Spot-On-Formulierungen ein Irritationspotential. Bei größeren Hautläsionen ist zu erwarten, dass die sonst nur vereinzelt zu beobachtenden Parästhesien vermehrt auftreten. Es gibt keine Daten, wie viel Prozent der Hautfläche geschädigt sein dürfen, um dies zu vermeiden.
Gegen welche Fliegen ist Bayofly® Pour On wirksam?
Bayofly® Pour On zeichnet sich durch seine hervorragende Wirksamkeit gegen alle wirtschaftlich relevanten Weidefliegen aus. Eingeschlossen sind organochlor-, organophosphat- und carbamatresistente Stämme. Stechende Fliegen: Kleine Weidestechfliege (Haematobia irritans), Große Weidestechfliege (Haematobia stimulans), Wadenstecher (Stomoxys calcitrans), Bremsen der Gattungen: Tabanus, Pangonia, Haematopota, Chrysops, Hybomitra. Nicht-stechende Fliegen: Gesichts- oder Augenfliege (Musca autumnalis) und Kopffliege (Hydrotaea irritans)
Welche Vorteile bringen eine konsequente Fliegenbekämpfung?
Mit Bayofly® Pour On behandelte, fliegenfreie Rinder zeigen bessere Mastleistungen, Kühe bessere Milchleistung. Die Tiere sind umgänglicher und der Melkvorgang wird erleichtert. Durch Fliegen übertragene Krankheiten wie Sommermastitiden oder Augenentzündungen werden verhindert beziehungsweise ihre Häufigkeit reduziert. Der tierschützerische Aspekt konsequenter Fliegenbekämpfung ist nicht zu vernachlässigen. Ohne Nebenwirkungen wird eine Steigerung des an sich für die Tiere positiven Effektes des Weideganges erreicht.
Welche wirtschaftlich relevanten symbovinen stechenden und nichtstechenden Fliegen spielen in Deutschland in den Sommermonaten eine Rolle?
Stechende Fliegen: Kleine Weidestechfliege (Haematobia irritans), Große Weidestechfliege (Haematobia stimulans), Wadenstecher (Stomoxys calcitrans), Bremsen der Gattungen: Tabanus, Pangonia, Haematopota, Chrysops, Hybomitra. Nicht-stechende Fliegen: Gesichts- oder Augenfliege (Musca autumnalis) und Kopffliege (Hydrotaea irritans)
Welche stechenden Fliegen gibt es?
Welche Merkmale charakterisieren sie? Stechfliegen leben ständig auf dem Tier und verlassen es nur zur Eiablage oder bei Störungen. Prädilektionsstellen sind die Hornbasis und der Rücken. Die Kleine Weidestechfliege (Haemotobia irritans) ist die häufigste Fliege beim Rind (mehrere Tausend pro Tier). Sie ist 3-5 mm lang, grau, schwarz oder olivbraun und sitzt mit dem Kopf nach unten vorwiegend auf Hornbasis, Rücken und Flanken. Die Große Weidestechfliege (Haemotobia stimulans) weist mit maximal 200 Stück pro Rind eine wesentlich geringere Befallszahl auf. Sie saugt 12-24 mal pro Tag Blut. Haemotobia stimulans ist 5-7 mm lang, grau oder olivbraun und sitzt mit dem Kopf nach oben am Rumpf des Rindes. Der als typische Stallfliege zu bezeichnende Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) wird nur gelegentlich bei Weidetieren beobachtet. Er ist ca. 6 mm groß, Thorax grau mit vier dunklen Längsstreifen und kurzem, breitem Abdomen.
Welche nicht-stechenden Fliegen gibt es? Welche Merkmale charakterisieren sie?
Bei den nicht-stechenden Fliegen sind die Gesichts- oder Augenfliege (Musca autumnalis), die Kopffliege (Hydrotaea irritans) sowie die in der Nähe von Stallungen auftretende Große Stubenfliege (Musca domestica) und Kleine Stubenfliege (Fannia canicularis) hervorzuheben. Die meiste Zeit umschwirren sie das Rind oder halten sich in dessen Nähe auf (Kot, Gras...). Mit den winzigen Zähnen auf ihrem Saugrüssel können sie kleine Kratzwunden an dünnen Schleimhäuten und heilenden Wunden setzen und so zum Beispiel die Wundheilung erschweren.
Welche Krankheiten können bei Rindern und Milchkühen durch Fliegen übertragen werden?
Fliegen können zahlreiche virale, bakterielle und parasitäre Krankheiten übertragen. Hervorzuheben sind Moraxella bovis, der Erreger der infektiösen Keratokonjunktivitis und Actinomyces pyogenes, der Erreger der Sommermastitis (Holsteinsche Euterseuche, Pyogenes-Mastitis). Aber auch Pasteurellen, MKS, Salmonellen, E. coli, Kokzidien, Spulwürmer, Brucellose, und Dysenterie-Bakterien sind von Bedeutung.
Welche drei Schadwirkungen verursachen symbovine Fliegen im Stall und auf der Weide?
- Beunruhigung
- Übertragung von Krankheiten
- Verschleppung: unspezifische Entzündungserreger (Bakterien) von Kot und faulendem organischem Material auf Schleimhäute und äußere Verletzungen.
Wie kommt es zu Einbußen in der Mast- und Milchleistung?
Neben der Übertragung von Krankheitserregern verursacht die Belästigung der Tiere und die dadurch entstehende Unruhe Leistungseinbußen (Futteraufnahme verringert). Des Weiteren schädigt der fortwährende Blutentzug die Tiere.
In welcher Dosierung wird Bayofly® Pour On angewendet?
Die Dosierung von Bayofly® Pour On beträgt 10ml pro Tier.
Warum kann man die Anwendung von Bayofly® Pour On als umweltschonend bezeichnen?
Die geringe zu applizierende Menge Bayofly® Pour On dringt ohne abzutropfen gleich ins Haarkleid ein und tropft nicht vom Tier auf den Boden.
Ist Bayofly® Pour On bienen- und fischtoxisch?
Ja, Bayofly® Pour On ist toxisch für Fische, Reptilien und Bienen und darf nicht in Gewässer gelangen.
Wirkt Bayofly® Pour On auch gegen Haarlinge, Läuse, Milben und Zecken?
Bayofly® Pour On hat keine Zulassung zur Anwendung gegen Läuse und Haarlinge. Cyfluthrin hat jedoch eine ausgeprägte insektizide Wirksamkeit. Off- Label Use wäre möglich, aber rechtlich darf nicht umgewidmet werden, da andere Präparate mit entsprechenden Indikationen zugelassen sind. Der Befall mit Läusen und/oder Haarlingen spielt in den Sommermonaten nur eine untergeordnete Rolle. Läuse und Haarlinge findet man vor allem während der Wintermonate/bei Stallhaltung. Die akarizide Wirksamkeit von Cyfluthrin ist weniger deutlich ausgeprägt. Bei Milben oder Zeckenbefall ist Flumethrin (Bayticol® Pour On) angezeigt.
Wie wird Bayofly® Pour On aufgetragen?
Bayofly® Pour On wird im Pour-On-Verfahren zwischen den Schulterblättern und entlang der Rückenlinie aufgetragen. Die Anwendung ist sehr einfach und schnell. Die Tiere müssen nicht fixiert werden. Für die Behandlung von 20 Tieren benötigt man etwa 15 Minuten.
Wie lange ist Bayofly® Pour On wirksam? Wann muss die Behandlung wiederholt werden?
Die Wirkung von Bayofly® Pour On hält etwa 4 bis 6 Wochen.
Wie beeinflussen Regenfälle die Wirksamkeit von Bayofly® Pour On?
Bei länger anhaltender schlechter Witterung mit ausgiebigen Regenfällen empfiehlt sich eine zeitigere Wiederholung der Behandlung. Insbesondere dann, wenn die Applikation wenige Tage vor Beginn der starken Regenfälle stattgefunden hat.
Wie schnell ist Bayofly® Pour On nach der Anwendung wirksam?
Bayofly® Pour On zeigt seine Wirkung bereits unmittelbar nach der Applikation. Die vollständige Wirksamkeit tritt nach etwa 12 Stunden ein.
Sind alle Rinder/Kühe auf einer Weide immer gleichstark mit Fliegen befallen?
Nein, der Fliegenbefall kann bei einzelnen Tieren stark variieren. Beispielsweise werden große, dunkle Tiere mit glattem Fell bevorzugt von Fliegen angeflogen. Des Weiteren präferieren die Fliegen einzelne Körperbereiche, wie Kopf und Schulter sowie die Bauchseite.
Warum ist es sinnvoll, schon im zeitigen Frühjahr mit einer konsequenten Fliegenbekämpfung zu beginnen?
Der frühe Beginn der Fliegenbekämpfung verhindert eine explosive Entwicklung der Fliegenpopulation von vornherein. Die Fliegenpopulation im Frühjahr entsteht aus einer geringen Anzahl Imagines von Musca autumnalis oder Larven und Puppen von Hydrotaea spec. und Haematobia spec., die den Winter überlebt haben. Über mehrere Generationen entwickelt sich dann eine Population mit hoher Befallsdichte. Die adulten stechenden Fliegen sind auf Eiweiße des Blutes, lecksaugende Fliegen auf Eiweiße in Sekreten (Speichel, Milch, aus Stichen austretende Lymphe) zur Entwicklung ihrer Brut angewiesen. Setzt man schon früh Bayofly® Pour On ein, kommt es zu einer Störung oder sogar zum Zusammenbruch der normalen Populationsentwicklung der Fliegen.
Fragen zu Baycidal®
- Wogegen wird Baycidal® eingesetzt?
- Wie wirkt Baycidal®?
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Wie wird Baycidal® angewendet?
Fragen und Antworten zu Baycidal®
Wogegen wird Baycidal® eingesetzt?
Baycidal® wird gegen Fliegenlarven/-maden eingesetzt. Es wirkt sehr effizient gegen die sogenannte Rattenschwanzlarve (Larve der Schlammfliege, Eristalis tenax). Baycidal® wirkt auch gegen die Larven des Getreideschimmelkäfers.
Wie wirkt Baycidal®?
Baycidal® hemmt die Entwicklung der Fliegen von einem Larvenstadium zum nächsten durch die Hemmung der Chitinsynthese. Der Wirkstoff ist Triflumuron.
Wie wird Baycidal® eingesetzt?
Baycidal® wird etwa alle 3-4 Wochen auf die Brutstätte der Fliegen (Gülleschwimmschichten, Festmist) gespritzt (Rückenspritze) oder mit der Gießkanne (Festmist) gegossen. Dazu werden zum Beispiel 8g Pulver in 1Liter Wasser aufgelöst. Diese Menge reicht für 1.000Liter Gülle. Sinnvoll ist der Einsatz schon zu Beginn der Saison, damit sich gar nicht erst eine Massenpopulation aufbaut. Idealerweise sollten Baycidal® und QuickBayt® kombiniert eingesetzt werden.
Fragen zu Quickbayt®
- Was ist QuickBayt®, welcher Wirkstoff ist in QuickBayt® enthalten?
- Wirkt QuickBayt® gegen alle relevanten Fliegen?
- Wie erfolgt die Anwendung von QuickBayt®?
- Was sollte bei der Streichanwendung alles beachtet werden?
- Wo ist ein Anwendungsfilm mit detaillierten Produkterklärungen von QuickBayt® zu sehen?
- Welche Bereiche der QuickBayt®-Streichstellen werden von den Fliegen bevorzugt?
- Wie lange ist ausgestrichenes QuickBayt® wirksam? Wie häufig müssen die Streichstellen erneuert werden?
- Für wie viele Quadratmeter Stallfläche reicht eine Packung QuickBayt® aus?
- Mit welchem Produkt kann QuickBayt® sinnvoll im Stall kombiniert werden?
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Ist es gefährlich, wenn Säuger die QuickBayt®-Streichstellen ablecken?
Fragen und Antworten zu Quickbayt®
Was ist QuickBayt®, welcher Wirkstoff ist in QuickBayt® enthalten?
QuickBayt® ist ein Fraßmittel gegen erwachsene Fliegen. Das rote Extrudergranulat enthält den Wirkstoff Imidacloprid sowie Geschmacks- und Sexuallockstoffe.
Wirkt QuickBayt® gegen alle relevanten Fliegen?
Nein. Bei QuickBayt® handelt es sich um einen zuckerhaltigen Fliegenköder. Solche Köder haben sich in der Tierproduktion bereits bewährt. Sie werden jedoch nur von nicht-stechenden Fliegen aufgenommen, wie beispielsweise der Großen Stubenfliege (Musca domestica), die als Anführer unter den Hygieneschädlingen gilt. Für die Bekämpfung von Blut saugenden Fliegen kommen Arzneimittel wie zum Beispiel Bayofly® Pour On zum Einsatz.
Wie erfolgt die Anwendung von QuickBayt®?
QuickBayt® lässt sich leicht an allen Plätzen auftragen, die von Fliegen bevorzugt angeflogen werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um Stallwände, Lampen und Rohrleitungen. Die Streichanwendung hat sich bei der Fliegenbekämpfung bewährt, ergänzend kann jedoch QuickBayt® auch als Granulatköder zum Streuen angewendet werden. Diese Methode ist günstig in Fensterbereichen und Stallgängen. Der gezielte Einsatz der komplementären Anwendungsformen, Streichen und Streuen, ist sinnvoll.
Was sollte bei der Streichanwendung alles beachtet werden?
Bei der Anwendung von QuickBayt® als Streichköder sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele kleine Stellen mit Pinselstrichen von 15-20 cm präpariert werden. (siehe auch 35.)
Wo ist ein Anwendungsfilm mit detaillierten Produkterklärungen von QuickBayt® zu sehen?
Einen Anwendungsfilm zu QuickBayt® findet man im Internet unter www. baytool.de.
Welche Bereiche der QuickBayt®-Streichstellen werden von den Fliegen bevorzugt?
Die Fliegen nehmen den bereits aufgelösten Köder besonders schnell auf, wobei sie die Randbereiche der QuickBayt® - Streichstellen bevorzugen.
Wie lange ist ausgestrichenes QuickBayt® wirksam? Wie häufig müssen die Streichstellen erneuert werden?
Je nach Temperatur hält der die Wirkung Streichköders QuickBayt® 4 bis 6 Wochen an. Die Streichstellen können jedoch je nach Bedarf 2 bis 3 mal in der Woche mit Wasser angefeuchtet werden, um so die Stellen zu reinigen und die Attraktivität des Köders wieder zu erhöhen.
Für wie viele Quadratmeter Stallfläche reicht eine Packung QuickBayt® aus?
350 g QuickBayt® reichen für etwa 175 m2 Stallgrundfläche. Entsprechend reichen 2 kg QuickBayt® für etwa 1.000 m2 Stallgrundfläche.
Mit welchem Produkt kann QuickBayt® sinnvoll im Stall kombiniert werden?
Die Effektivität der Fliegenbekämpfung kann durch eine Kombination von QuickBayt® mit Baycidal® vervollständigt und perfektioniert werden. Während das Larvizid Baycidal® eine langanhaltende Wirkung gegen Fliegenlarven aufweist, indem die Entwicklung von einem Larvenstadium ins nächste verhindert wird, wirkt QuickBayt® als Fraßmittel gegen adulte Fliegen.
Ist es gefährlich, wenn Säuger die QuickBayt®-Streichstellen ablecken?
Grundsätzlich sollte QuickBayt® nicht in der Reichweite der Tiere angebracht werden, da im Fall eines Ableckens der Streichstellen die Wirkung verloren geht. Das Granulat enthält außerdem einen Bitterstoff, der die versehentliche Aufnahme weitestgehend vermeidet. Die in QuickBayt® enthaltene Menge Imidacloprid ist so gering, dass keine ernsthaften Gefahren für das Tier im Falle eines Ableckens bestehen. Die Warmblütertoxizität von Imidacloprid ist sehr gering. Die Affinität zu nikotinartigen Acetylcholinrezeptoren ist in Insekten etwa 1000 mal stärker als in Säugetieren.




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