Ein schwieriges, aber gutes Jahr für Lohnunternehmer

Ein Umsatzplus haben viele Lohnunternehmen in Deutschland im vergangenen Jahr verzeichnet. Ganz unproblematisch verlief das Jahr für die Technikprofis allerdings nicht: Witterungsbedingt gab es viele Wartezeiten und nur relativ wenige gute Einsatztage.

Die hohen Erträge und die hervorragenden Bedingungen zur Maisernte bedeuteten zwar eine hohe Arbeitsbelastung, setzten aber einen guten Schlusspunkt unter die schwierige Saison. „2011 war ein gutes Jahr“, fasst daher Alfred Schmid, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Lohnunternehmer (BLU) mit Sitz im niedersächsischen Suthfeld, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst zusammen.

Das sieht Andrea van Eijden, Präsidentin der Landesgruppe Niedersachsen im BLU, genauso. Nach ihrer Einschätzung hat sich das Zusammenspiel zwischen Landwirten und Lohnunternehmern in den vergangenen Jahren verbessert, die Bedingungen in 2011 bezeichnet aber auch sie als „strapaziös“. Von den Landwirten wünscht sie sich manchmal etwas mehr Planung im Voraus. Viele Kunden erwarteten aber, sofort und umgehend bedient zu werden. Schmid sieht eine weitere Professionalisierung der Branche: „Wenn ein Landwirt heute Aufträge vergibt, dann an einen Lohnunternehmer, der in zunehmendem Maße einen Komplettservice bietet.“ Landwirte erwarteten qualifiziertes Personal und moderne Technik. Aus betriebswirtschaftlichen und zunehmend auch aus arbeitswirtschaftlichen Gründen wollten sie die Investitionskosten in neue Mähdrescher oder Häcksler aber nicht selbst tätigen. Lohnunternehmer dagegen geben jeden vierten Euro des Umsatzes wieder für neue Maschinen aus, verdeutlicht Wesenberg. Kaum eine andere Branche weise eine derart hohe Reinvestitionsquote auf.

Nicht nur moderne Maschinen sind ein Anreiz für Landwirte, mit Lohnunternehmen zu-sammenzuarbeiten, sondern in zunehmendem Maße auch die Fachkompetenz der Mitarbeiter. Der Verband hat auf die Entwicklung der Lohnunternehmer zu Universaldienstleistern mit einem Weiterbildungsangebot reagiert, der Ausbildung zum Agrarservicemeister. Van Eijden stellt zudem fest, dass auch junge Frauen den Weg zu den Lohnunternehmern suchen. Während es früher gar keine weiblichen Auszubildenden in der Branche gegeben habe, seien es in den Jahren 2010 und 2011 immerhin jeweils eine oder zwei gewesen.

Quelle: www.landvolk.net

Foto: Landpixel

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